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Mars und Mond im goldenen Tor der Ekliptik

In diesen Tagen lässt sich zum Ende der Abenddämmerung in Blickrichtung Westen eine interessante Konstellation beobachten: Der rote Planet Mars durchwandert das "goldene Tor der Ekliptik", bestehend aus den bereits mit dem bloßen Auge deutlich sichtbaren Sternhaufen Plejaden (M45) und den Hyaden.

Die Sternhaufen sind bereits unter Stadtrand-Bedingungen mit freiem Auge beobachtbar. Mars steht gegen 20:15 Uhr ca. 40 Grad über dem Horizont. Das entspricht knapp der halben Höhe zum Zenit.

Mars zwischen den Hyaden und Plejaden am 8. März 2021.

Mars zwischen Plejaden (rechts) und Hyaden (links) am Abend des 8. März 2021 gegen 20:15 Uhr MEZ.

Bild: Screenshot Stellarium

Bis zum 19. März durchwandert der Mars diesen interessanten Bereich des Nachthimmels. Am 15. März befindet sich Mars annähernd mittig zwischen den beiden markanten Sternhaufen:

Mars zwischen den Hyaden und Plejaden am 15. März 2021.

Mars im goldenen Tor der Ekliptik am Abend des 15. März gegen 20:15 Uhr MEZ.

Bild: Screenshot Stellarium

Ein besonders spektakulärer Anblick bietet sich am 18. Und 19. März: An diesen beiden Tagen wandert die zunehmende Mondsichel ebenfalls zwischen den Plejaden und Hyaden hindurch. Am 18. März sind die Beobachtungsbedingungen günstiger: Der Mond steht dann etwas südlich der Sternhaufen (gegen 20:15 Uhr ca. 30 Grad über dem Horizont). Dafür ist die Sichel etwas schmaler, so dass die Sterne weniger stark überstrahlt werden als einen Tag später, wenn der Mond zwischen den Sternhaufen steht:

Mond und Mars zwischen den Hyaden und Plejaden am 18. März 2021.

Mond und Mars im Bereich des goldenen Tors der Ekliptik am 18. März 2021 gegen 20:15 Uhr.

Bild: Screenshot Stellarium

Mond und Mars zwischen den Hyaden und Plejaden am 19. März 2021.

Mond und Mars im goldenen Tor der Ekliptik am 19. März 2021 gegen 20:15 Uhr.

Bild: Screenshot Stellarium

Durch den zu dieser Zeit deutlich sichtbaren Erdschein des Mondes (die Nachtseite des Mondes wird von der Erde angestrahlt) ist der Anblick besonders spektakulär.

Fotografie

Die Konstellation ist sehr einfach mit ruhender Kamera fotografierbar. Bereits ein Standard-Zoom liefert eindrucksvolle Ergebnisse. Die Mondsichel ist hell genug, um vom Autofokus der Kamera erfasst zu werden.

Zur Ausrichtung der Kamera stellt man auf den zentrierten Mond scharf und dann das Objektiv auf manuelle Fokussierung (MF) um. Danach kann die Kamera in die gewünschte Position ausgerichtet werden.

Es empfiehlt sich eine Belichtungsreihe von ein bis ca. fünf bis sechs Sekunden Belichtungszeit.

Viel Spaß und Erfolg beim Beobachten!

07.03.2021

Quelle: Eigene Recherche mit Stellarium


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