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Begegnung von Merkur, Mond und Jupiter am 14. Januar 2021

Mond, Merkur und Venus am Abend des 14. Januar 2021.

Mond, Merkur und Venus am Abendhimmel des 14. Januar 2021 in Blickrichtung Südwesten.

Große Version; Bild: Screenshot Stellarium

Am Abend des 14. Januar 2021 bietet sich für Fernglasbeobachter eine interessante Konstellation: Mond, Merkur und Jupiter stehen relativ dicht beieinander und können bei freier und klarer Horizontsicht mit einem Fernglas gut beobachtet werden.

Diese Konstellation ist auch für ungeübte Beobachter eine vergleichsweise günstige Gelegenheit, den schwer beobachtbaren Merkur, wenn auch nur als sternförmigen Lichtpunkt, aufzufinden und zu identifizieren.

Das Bild zeigt die Situation am Südwesthimmel am 14. Januar 2021 um 16:30 Uhr, wenige Minuten nach Sonnenuntergang, von Berlin aus gesehen. Je nach Standort im deutschsprachigen Raum können die Objekte zur gleichen Zeit etwas höher oder tiefer über dem Horizont stehen. Man sollte die Beobachtung daher mit etwas Zeitreserve beginnen.

Die Abstände der Objekte zueinander und Höhen über dem mathematischen Horizont betragen auf dem Bild (jeweils vom Mondmittelpunkt aus gemessen; ein Grad entspricht ca. zwei scheinbaren Vollmonddurchmessern):

Mond-Jupiter: ca. 7,25 Grad

Merkur-Jupiter: ca. 3,8 Grad

Mond-Merkur: ca. 3,6 Grad

Höhe Merkurs: 7,3 Grad

Höhe Jupiters: 5,5 Grad

Höhe des Mondes: 6,5 Grad

(Anmerkung: Die unten links im Bild befindliche Angabe des Gesichtsfeldes (FOV) von 11,3 Grad bezieht sich auf den gesamten Bildschirminhalt des Original-Screenshots. Da das hier gezeigte Bild nur einen Ausschnitt des Zentrums zeigt, trifft sie nicht auf die dargestellte Szene zu.)

Da der Himmel kurz nach Sonnenuntergang noch relativ hell ist, wird eine Sichtung mit dem bloßen Auge knapp über dem Horizont schwierig. Man sollte das Fernglas an einer weit entfernten Horizontlinie scharf stellen, damit die Himmelskörper beim Aufsuchen möglichst scharf und damit hell erscheinen.

Zunächst sollte man mit dem Fernglas nach Jupiter Ausschau halten. Er ist in der betreffenden Himmelsregion das hellste Gestirn. Bei etwas fortgeschrittener Dämmerung hat man Merkur im Gesichtsfeld des Fernglases, wenn man Jupiter nahe des unteren rechten Randes des Gesichtsfeldes positioniert.

Sofern der Mond gut sichtbar ist, kann man sich auch an ihm orientieren. Das Auffinden Merkurs ist dann sogar einfacher, wenn sich der Mond am linken Rand des Fernglas-Gesichtsfeldes befindet. Die Beobachtung der extrem schmalen Mondsichel einen Tag nach Vollmond wird bei schlechter Durchsicht in Horizontnähe jedoch schwierig.

Mit leichten und mittleren Teleobjektiven ist die Konstellation auch ein interessantes Fotomotiv.

02.01.2020

Quelle: Eigene Recherche mit Stellarium


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