AstronomieOnline.de

Home | Astronomie | Raumfahrt | Amateurastronomie | Sonstiges | Links | Über diese Website

NGC 3603: Ein massereicher offener Sternhaufen

Der offene Sternhaufen NGC 6303.

Der junge offene Sternhaufen NGC 3603. Vermutlich lassen sich in ihm die frühesten Phasen der Sternentwicklung beobachten.

Große Version; Bild: NASA, ESA und die Hubble Heritage (STScI/AURA)-ESA/Hubble Collaboration

Im Jahr 1834 entdeckte John Herschel den offenen Sternhaufen NGC 3603, einen der massereichsten bekannten offenen Sternhaufen unserer Galaxis. Er beinhaltet tausende hell leuchtende, junge Sterne und befindet sich in 20.000 Lichtjahren Entfernung im Carina-Arm der Milchstraße.

Starke ultraviolette Strahlung und Sternwinde der heißesten und bläulichsten Sterne formten eine große Blase um den Haufen. (Anmerkung des Autors: Der Sternwind treibt durch seinen Druck das interstellare Gas, aus dem der Nebel besteht, vom Sternhaufen weg, so dass sich Blasen mit einer dünneren Gas-Konzentration bilden, in deren Zentrum sich die jungen Sterne befinden.) Dieser Strahlungs-Strom, die sich in den umgebenden Nebel bewegt, formt die großen, in den Nebel eingebetteten Stängel aus Gas. Diese gasförmigen Monolithen sind ein paar Lichtjahre groß und zeigen in Richtung des zentralen Sternhaufens. Möglicherweise sind sie Brutstätten für neue Sterne.

Oben rechts im Bild befindet sich eine Konzentration kleiner, schwarzer Wolken, auch "Bok"-Globulen genannt. Sie bestehen aus dichtem Gas und Staub und haben etwa eine zehn- bis 50-fache Sonnenmasse. Mölicherweise durchlaufen sie gerade einen gravitativen Kollaps, der zur Bildung junger Sterne führt.

26.12.2020

Quelle: https://www.nasa.gov/multimedia/imagegallery/image_feature_929.html


Impressum | Kontakt | Datenschutz